Wie bewerbe ich mich richtig

Beinahe täglich erreichen uns Einreichungen, bei denen wir ernsthaft mit den Augen rollen und die es bestenfalls in den Papierkorb schaffen.

 

Dort finden sich dann Texte wie:

"Hier mein Manuskript. Bitte prüfen"

 

oder

"Schicke drei Bücher. MfG XXX"

 

Ernsthaft? Bekommt man nicht als Kind schon beigebracht, dass man zunächst einmal höflich grüßt?

Dazu gehört wohl auch eine korrekte Anrede und vielleicht etwas mehr Text.

Sollte ich jetzt keinen direkten Ansprechpartner finden, dann empfiehlt es sie pauschal an das "Team" zu schreiben.

 

Wenn man sich auf einen Job bewirbt, dann genügt es meistens nicht, wenn man schreibt:

"Gib Job. Gruß ... "

 

Genau so verhält es sich bei einer Manuskripteinsendung. Wer es nicht schafft, eine ordentliche Mail zu schreiben, der ist für eine weitere Prüfung einfach nur uninteressant. Wir erwarten keine Romane in einer Mail, auch ein tabellarischer Lebenslauf von Geburt an, inkl. Kindergarten und Einschulung sind für uns eher unwichtig, aber wir erwarten korrekt angeschrieben zu werden. Ein paar Infos zum Werdegang als AutorIn, ein höflich korrektes Anschreiben in der Mail und ... das ist jetzt wirklich wichtig ... keine tausendeinhundertfünfzig Dateien im Anhang, sondern nur das, was auch verlangt wird. Eine Vita als Datei, eine Leseprobe oder ein Manuskript als Datei - nicht mehr und nicht weniger!

 

Der zweite Punkt sind die Wartezeiten! Wenn da steht, dass die Prüfung 6 - 12 Wochen dauern kann und von Nachfragen abzusehen ist, dann sollte man sich zwingend daran halten. Es kann gut sein, dass man sich komplett disqualifiziert, wenn man das ignoriert. Es gibt durchaus driftige Gründe für diese Wartezeiten, denn meistens seid ihr nicht die einzigen.

 

In diesem Sinne - viel Erfolg bei der Bewerbung!